Aktualisiert: Juni 2026
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Arbeitslosenquote 2026: ca. 2.5–2.8 % (SECO-Definition).
  • Beschäftigte gesamt: ca. 5.3 Mio. Erwerbstätige (OFS 2023).
  • Grösste Arbeitgeber: Gesundheitswesen, Handel, Industrie, Finanzsektor.
  • Ausländeranteil: ca. 30 % der Erwerbstätigen sind ausländische Staatsangehörige.

Gefragte Berufe und Fachkräftemangel

Fachkräftemangel besteht vor allem in: Gesundheitswesen (Pflegefachpersonen, Ärzte, insbesondere im Langzeitpflegebereich), IT und Digitalisierung (Software-Ingenieure, Data Scientists, Cybersecurity-Experten), Ingenieurwesen (Maschinen-, Elektro-, Bauingenieure), Finanzdienstleistungen (Compliance, Risikomanagement, Fintech). Offene Stellen in diesen Branchen bleiben laut SECO-Berichten regelmässig mehrere Monate unbesetzt. Hohes Lohnniveau: CH-Medianlohn ca. 7 800 CHF/Monat (2024, BFS), deutlich über EU-Durchschnitt.

Sektoren im Überblick

Schweizer Wirtschaft nach Beschäftigungsanteilen: Dienstleistungssektor (tertiär) 77 %, Finanz, Versicherungen, Handel, Gesundheit, Bildung. Industrie (sekundär) 22 %, Pharma (Novartis, Roche), Uhrenindustrie, Maschinenbau (ABB, Georg Fischer). Landwirtschaft (primär) 1 %. Die grössten Arbeitgeber: Bund/Kantone (öffentlicher Sektor), Spitäler, Detailhandel (Migros, Coop), Banken (UBS), Pharma (Novartis, Roche). Internationale Fachkräfte finden insbesondere in den exportorientierten Branchen Pharma, Fintech und Maschinenbau Einstiegspunkte, da diese auf mehrsprachige, global erfahrene Mitarbeitende angewiesen sind.

Einstiegstipps für internationale Fachkräfte

Für internationale Fachkräfte ist der Einstieg am einfachsten via Multinationals oder branchenspezifische Netzwerke. LinkedIn ist das dominante Netzwerk; regionsspezifische Portale (jobs.ch, jobscout24.ch, jobup.ch) sind ebenfalls wichtig. Die Sprache des Arbeitsorts ist entscheidend: Zürich/Bern → Deutsch, Genf/Lausanne → Französisch, Lugano → Italienisch. Für EU/EFTA-Bürger erleichtert das Personenfreizügigkeitsabkommen den Zugang; für Drittstaaten ist Sponsoring durch den Arbeitgeber (Arbeitsbewilligung) notwendig.

Tipp: Regionalsprache vor Einreise erlernen

Die Landessprache des Zielorts ist einer der stärksten Selektionsfaktoren im Schweizer Stellenmarkt. Selbst in internationalen Unternehmen erwarten Kunden und Teams lokale Sprachkenntnisse. Wer vor dem Umzug gezielt Deutsch (Zuerich/Bern), Französisch (Genf/Lausanne) oder Italienisch (Lugano/Tessin) aufbaut, erhoht die Einstellungschancen massgeblich.


Häufige Fragen

Wie hoch ist die Arbeitslosenquote in der Schweiz 2026?

Die Schweizer Arbeitslosenquote liegt 2026 bei rund 2,3–2,6 % (saisonbereinigt), eine der niedrigsten in Europa. Strukturelle Arbeitslosigkeit (sog. schwer vermittelbare Personen) ist das grössere Problem als konjunkturelle.

In welchen Berufen hat man in der Schweiz die besten Jobchancen?

Beste Chancen 2026: IT und Softwareentwicklung, Gesundheitsberufe (Pflege, Medizin), Ingenieurwesen, Finanzdienstleistungen/Compliance und Logistik. Der öffentliche Sektor und NGOs in Genf (internationale Organisationen) sind ebenfalls bedeutende Arbeitgeber.

Was ist der durchschnittliche Lohn in der Schweiz?

Der Medianlohn liegt bei ca. 7 800 CHF/Monat brutto (2024, BFS Lohnstrukturerhebung). Grosse Unterschiede nach Branche, Region und Funktion: IT-Ingenieure 9 000–14 000 CHF, Pflegeberufe 6 000–7 500 CHF, kaufmännische Berufe 6 000–8 000 CHF.

Wie finde ich als Ausländer einen Job in der Schweiz?

Die wichtigsten Kanäle: LinkedIn (dominantes Netzwerk im DACH-Raum), jobs.ch und jobscout24.ch (stärkste Schweizer Stellenplattformen), jobup.ch (Westschweiz) sowie spezialisierte Recruitingbueros. Empfehlungen und Direktbewerbungen spielen in der Schweiz eine grosse Rolle; Netzwerkaufbau vor dem Umzug ist entscheidend. EU/EFTA-Bürger können ohne Voranfrage bewerben; Drittstaatsangehörige benötigen einen Arbeitgeber, der bereit ist, eine Arbeitsbewilligung zu beantragen.

Quellen

OFS · Lohnstrukturerhebung (LSE) 2022 · Lohngleichheitsdialog · SECO · admin.ch