Aktualisiert: April 2026

Wer zahlt den Personalvermittler?

Im Schweizer Standard zahlt immer der Arbeitgeber die Vermittlungsprovision, nie der Bewerbende. Agenturen, die von Stellensuchenden Gebuehren verlangen, sind nach dem Arbeitsvermittlungsgesetz (AVG) verboten. Serioes rekrutierende Agenturen finanzieren sich ausschliesslich ueber die Vermittlungsprovision des einstellenden Unternehmens (typischerweise 15–25 % des Jahresfixums).

Headhunter vs. klassische Vermittlung

Klassische Personalvermittler arbeiten reaktiv: Sie nehmen Bewerbungen entgegen und matchen sie mit offenen Stellen. Executive Search / Headhunter arbeiten proaktiv: Sie identifizieren gezielt Kandidaten fuer eine spezifische Stelle, auch wenn diese nicht aktiv auf der Suche sind. Headhunter werden fuer Kader- und Spezialistenstellen eingesetzt; klassische Agenturen fuer breitere Profile.

Zeitarbeit: eine Sonderform

Zeitarbeit (Temporaerarbeit) ist ein Dreiecksverhaeltnis: Der Arbeitnehmer ist beim Personalverleihunternehmen angestellt, arbeitet aber beim Einsatzbetrieb. Der Personalverleiher ist der rechtliche Arbeitgeber: Er zahlt Lohn, Sozialversicherungen und tragt die Risiken. Ein Einsatz darf maximal 2 Jahre dauern, danach muss der Arbeitnehmer entweder vom Einsatzbetrieb fest uebernommen oder das Einsatzverhaltnis beendet werden.

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Haeufige Fragen

Kann ein Personalvermittler von mir Gebuehren verlangen?

Nein. Das AVG verbietet dies ausdruecklich. Wenn eine Agentur Gebuehren von Stellensuchenden verlangt, handelt es sich um eine rechtswidrige Praxis, die gemeldet werden sollte.

Soll ich meine Lohnvorstellungen der Agentur gegenueber nennen?

Ja, aber mit Bedacht. Die Agentur muss wissen, ob Ihre Erwartungen mit dem Budget des Kunden uebereinstimmen. Nennen Sie eine Spanne, die auf Recherche basiert (Salair.ch, OFS-Daten), um nicht unter- noch ueberzubieten.

Muss ich ein exklusives Mandat unterschreiben?

Nein. Sie koennen sich gleichzeitig bei mehreren Agenturen und direkt bei Unternehmen bewerben. Ein Exklusivitaetsmandat fuer Stellensuchende ist unueblich und nicht empfohlen.