Aktualisiert: April 2026

Was ist verboten?

Das GlG verbietet Diskriminierung bei Anstellung, Aufgabenzuteilung, Arbeitsbedingungen, Lohn, Aus- und Weiterbildung sowie Kuendigung. Sexuelle Belaestigung ist ebenfalls eine Form der Diskriminierung nach GlG. Ausserhalb des GlG schuetzt das allgemeine Persoenlichkeitsrecht (Art. 28 ZGB) und das Strafrecht (Art. 261bis StGB) vor Diskriminierung aufgrund von ethnischer oder religioeserer Zugehoerigkeit.

Beweislastumkehr beim GlG

Ein zentrales Merkmal des GlG ist die Beweislastumkehr: Wer eine Diskriminierung geltend macht, muss nur glaubhaft machen, dass eine Diskriminierung vorliegen koennte. Der Arbeitgeber muss dann nachweisen, dass keine Diskriminierung stattgefunden hat. Dies erleichtert die Rechtsdurchsetzung erheblich im Vergleich zum allgemeinen Zivilrecht.

Klagemoeglickeiten

Klagen nach GlG werden vor den kantonalen Arbeitsgerichten erhoben. Bevor eine Klage eingereicht wird, muss eine Schlichtungsbehoerde angerufen werden; diese Schlichttung ist kostenlos. Bei Diskriminierungsklagen koennen Betroffene Schadenersatz (z. B. entgangener Lohn), Genugtuung und Feststellung der Diskriminierung verlangen. Gewerkschaften und Gleichstellungsbueros bieten kostenlose Erstberatung an.

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Haeufige Fragen

Ist eine Kuendigung wegen Nationalitaet eine Diskriminierung?

Ja, wenn nachweisbar ist, dass die Nationalitaet oder die nationale Herkunft der Kuendigungsgrund war. Solche Kuendigungen koennen als missbraeuchlich nach OR und als Diskriminierung nach Persoenlichkeitsschutzrecht angefochten werden.

Kann ich waehrend eines Diskriminierungsverfahrens nicht gekuendigt werden?

Das GlG sieht einen Kuendigungsschutz vor: eine Kuendigung waehrend eines Verfahrens und bis 6 Monate nach Abschluss ist dann nichtig, wenn sie als Reaktion auf die Klage ausgesprochen wurde.

Was tun bei Diskriminierung waehrend der Stellensuche (Bewerbungsphase)?

Auch Diskriminierung bei der Anstellung faellt unter das GlG. Wer eine Stelle nicht erhaelt und Anzeichen fuer eine diskriminierende Ablehnung hat, kann Schadenersatz verlangen — in der Praxis aber schwer nachzuweisen ohne interne Vergleichsdaten.